GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Tue, 27 Sep 2022 12:32:52 +0200 Tue, 27 Sep 2022 12:32:52 +0200 TYPO3 EXT:news news-245 Tue, 28 Jun 2022 14:19:00 +0200 „Sommerausflug nach Wiesbaden“ https://gew-buedingen.de/home/details/verlaesslichkeit-und-mehr-personal-fuer-die-schulen „Sommerausflug nach Wiesbaden“ GEW KV Ausflug am 26.06.2022 2 Jahre konnte wegen Corona kein Sommerausflug vom GEW KV Büdingen durchgeführt werden – jetzt war es aber wieder soweit:

Am Samstag, 25. Juni 2022, starteten um 10.00 Uhr in Altenstadt die Teilnehmenden mit dem Busunternehmen Pfannmüller nach Wiesbaden.

Erste Station war das Landesmuseum. Aufgeteilt in zwei Gruppen-Führungen konnten wir interessantes über die kunstvolle und kreative Jugendstilzeit erfahren.

Anschließend ging es weiter zur zweiten Station: den Neroberg. Mit der historischen Nerobergbahn fuhren wir in 4 Minuten die 438,5 m lange Strecke hinauf zum Neroberg. In einem ausgeklügelten Wasserballastsystem bringt die Standseilbahn, die 1888 eröffnet wurde, ihre Gäste auf den Neroberg hinauf. Auf der Terrasse des Ausflugslokals „Der Turm“ konnten wir unter den schattigen Schirmen gut speisen und nette Gespräche führen.

Es blieb noch genügend Zeit, um auf dem Neroberg zu spazieren, dabei die Russisch-Orthodoxe Kirche, den Neroberg-Tempel und das Opelbad zu besichtigen und sich vor allem über den tollen Blick auf die Weinberge, die Stadt Wiesbaden und das Umland zu erfreuen.

Auch das sonnige Wetter trug zu diesem kurzweiligen schönen Ausflug bei, der uns um 17.30 Uhr wieder nach Altenstadt zurückbrachte.

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Aktuelles
news-267 Tue, 15 Mar 2022 09:45:05 +0100 Erster Warnstreik zur SuE-Runde https://gew-buedingen.de/home/details/erster-warnstreik-zur-sue-runde Dreistellige Beiteiligung der GEW-Mitglieder! Weitere Warnstreiks in Planung Neben den hessenweiten Aktionen zum Frauentag haben die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes gestreikt. Insgesamt beteiligten sich Kolleginnen und Kollegen im dreistelligen Bereich an den Streikaktionen.

Dass der erste Streiktag der SuE-Runde auf den Internationalen Frauentag gefallen ist, war kein Zufall. Die Mehrheit der Beschäftigten sind Frauen und die Sorgearbeit wird meist zu schlechteren Bedingungen geleistet, als Arbeit, die hauptsächlich von Männern ausgeführt wird. Das wollen wir ändern. Wir kämpfen für bessere Bedingungen in den Kindertagesstätten, in der Ganztagsbetreuung und der Sozialen Arbeit. Da das Angebot der Arbeitgeberseite in der ersten Verhandlungsrunde enttäuschte, gehen wir weiter auf die Straße!

Aktionsseite SuE-Runde

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Aktuelles
news-266 Tue, 15 Mar 2022 09:37:50 +0100 Aktionen zum Internationalen Frauentag https://gew-buedingen.de/home/details/aktionen-zum-internationalen-frauentag Hessenweit gingen Frauen und Männer auf die Straße. Zum Internationalen Frauentag gingen viele Kolleginnen und auch Kollegen auf die Straße! Gemeinsam mit den feministischen Bündnissen haben wir auf die ungerechte Bezahlung, fortschreitende Diskriminierung und die fehlende Gleichstellung in der Gesellschaft hingewiesen. Der internationale Kampftag ist wichtig, um auf all diese Missstände hinzuweisen. Doch lasst uns gemeinsam jeden Tag für die Rechte der Frauen einstehen. Denn es gilt weiterhin: 66 Prozent aller erwerbstätigen Mütter arbeiten in Teilzeit, bei den Vätern sind es nur 6 Prozent. Frauen leisten nach wie vor mehr unbezahlte Familienarbeit, bekommen weniger Gehalt und sind überproportional von Altersarmut betroffen.

 „(Zwangs)-Teilzeit bei Frauen ist die Altersarmut von morgen.  Frauen brauchen bessere gesellschaftliche Rahmenbedingungen für die Teilhabe am Berufsleben“, so Simone Claar, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen.

Wir fordern:

  • Gleichstellung in allen Bereichen - sowohl in der Arbeit, der Familie als auch in der Politik
  • gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit
  • bessere Bezahlung für professionelle Sorgearbeit
  • Berücksichtigung aller unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedürfnisse bei der Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen
  • verbesserte Möglichkeiten der Kinderbetreuung
  • ein Leben frei von Gewalt für alle Frauen
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Aktuelles
news-265 Tue, 15 Mar 2022 09:34:49 +0100 Hilfe für ukrainische Kolleginnen und Kollegen https://gew-buedingen.de/home/details/hilfe-fuer-ukrainische-kolleginnen-und-kollegen GEW ruft zu Spenden auf Unterrichtsmaterialen Angesichts des Krieges in der Ukraine ruft die GEW zu Spenden für den Heinrich-Rodenstein-Fonds auf. Mit den Spenden sollen insbesondere die ukrainische Bildungsgewerkschaften und ihre Mitglieder unterstützt werden.

Viele von ihnen sind auf der Flucht nach Polen, in andere osteuropäische Länder oder nach Deutschland. Sie haben fast alles verloren und benötigen Hilfe.

Der Heinrich-Rodenstein-Fonds hilft Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern in Not und bei Verfolgung. Was er ausschüttet, finanzieren GEW-Mitglieder und andere Förderinnen und Förderer mit ihren Spenden. Die Verwaltungskosten trägt die GEW.

Spendenkonto

Heinrich-Rodenstein-Fonds
Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale
IBAN: DE88 5005 0000 0084 0001 24
BIC: HELADEFF
Stichwort: Ukraine

Wir danken für die solidarische Unterstützung!

Weitere Spendenaktionen


Unterrichtsmaterialien für alle Altersgruppen

Bilderbuch zur Traumabewältigung

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Aktuelles
news-255 Sun, 27 Feb 2022 11:47:00 +0100 Klausurtag des GEW Kreisvorstandes Büdingen https://gew-buedingen.de/home/details/klausurtag-des-gew-kreisvorstandes-buedingen Neue Wege Neue Wege beging der GEW KV Büdingen. Am 9.2.2022 fand ein Klausurtag des Kreisvorstandes im Seminarhotel Jakobsberg in Grünberg statt.

In Ruhe und entspannter Atmosphäre wurde effektiv und erfolgreich die Tagesordnung abgearbeitet und dabei über die Ziele des GEW Kreisverbandes diskutiert sowie Ideen entwickelt, wie man neue Mitglieder gewinnen und alte noch besser erreichen kann.

Die Teilnehmer des Kreisvorstandes Büdingen von links nach rechts.

Sitzend: Michael Siebert, Heidi Wallenfels, Elke Drechsler, Silke Conrad, Anika Wagner

Stehend: Rainer Buß, Johanna Vierhaus, Sandra Gasteyer, Detlev Büch, Karina Kast, Ingrid Haesler

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Aktuelles
news-263 Tue, 11 Jan 2022 14:53:07 +0100 Hessen fällt bei der Bezahlung der Lehrkräfte im Bundesländervergleich weiter zurück https://gew-buedingen.de/home/details/hessen-faellt-bei-der-bezahlung-der-lehrkraefte-im-bundeslaendervergleich-weiter-zurueck GEW bekräftigt Forderung nach A 13 an Grundschulen 10. Januar 2022 Pressemitteilung Mittlerweile haben acht Bundesländer beschlossen, Grundschullehrkräfte nach der Besoldungsgruppe A13 zu bezahlen. Seit diesem Schuljahr gehört das Nachbarland Thüringen hierzu. Und auch Bayern, das zwar nach A12 bezahlt, hat die Besoldung für Grundschullehrkräfte deutlich erhöht.
 

Die GEW Hessen hat dies zum Anlass genommen, das Lebenseinkommen – also das Einkommen von Grundschullehrkräften über das gesamte Arbeitsleben – auf dem aktuellen Stand zwischen den Bundesländern zu vergleichen. Für die modellhaften Berechnungen wird dabei unterstellt, dass eine unverheiratete Lehrkraft 40 Jahre auf Basis der gegenwärtig gültigen Besoldungsstruktur berufstätig ist.
 

Die Ergebnisse, so der hessische GEW-Vorsitzende Thilo Hartmann, sind mehr als ernüchternd: „Wie zu erwarten, liegen die A13-Länder mit deutlichem Abstand an der Spitze. Hessen rangiert unter den Bundesländern weit hinten auf Rang 14 – der Abstand zum Durchschnittswert beträgt etwa 140.000 Euro und zum führenden Bundesland Sachsen sogar 325.000 Euro. Nur das Saarland und Rheinland-Pfalz schneiden noch schlechter ab.“
 

Nicht berücksichtigt in den Berechnungen sei, so Hartmann, dass die Arbeitszeiten für die Lehrkräfte in den Bundesländern unterschiedlich ausfallen: „Hessen weist im Bereich der Grundschulen mit 28,5 Pflichtstunden bis zum 61. Lebensjahr die höchste wöchentliche Stundenzahl unter allen Bundesländern auf. Werden auch die unterschiedlichen Pflichtstundenzahlen sowie die je nach Bundesland ebenfalls unterschiedlich ausfallenden altersabhängigen Ermäßigungen berücksichtigt, dann fällt Hessen beim Lebenseinkommen auf den vorletzten Platz zurück, und nur das Saarland steht noch schlechter da!“
 

Nach Einschätzung der stellvertretenden hessischen GEW-Vorsitzenden Heike Ackermann wird Hessen unter diesen Bedingungen immer größere Schwierigkeiten bekommen, Lehrkräfte für den Grundschulbereich anzuwerben: „Eine Höhergruppierung von Lehrerinnen und Lehrern an Grundschulen in die Besoldungsgruppe A13 und eine Verminderung der Pflichtstundenzahl ist dringend geboten, um den Lehrkräftemangel an den hessischen Grundschulen in absehbarer Zeit zu beseitigen. Aus Sicht einer ausgebildeten Lehrkraft ist es vollkommen rational dort zu arbeiten, wo die Bezahlung stimmt und die Arbeitsbelastung erträglicher ist. Und unter diesem Blickwinkel ist Hessen keine gute Wahl!“
 

Beginnend im Januar wird Heike Ackermann an jedem 13. eines Monats einen Kreisverband der GEW besuchen, um im Rahmen von öffentlichen Aktionen und Pressegesprächen auf die Forderung nach A13 für die Grundschullehrkräfte auch in Hessen aufmerksam zu machen.
 

Hypothetischer Verdienst einer Grundschullehrerin/eines Grundschullehrers (ledig, keine Kinder) in 40 Jahren im Bundesländervergleich*
 

Bundesland

40-Jahres-Verdienst

Abweichung vom Durchschnitt

in Prozent

Sachsen

2.529.916

185.664

7,3

Berlin

2.493.917

149.665

6,0

Thüringen

2.468.251

124.000

5,0

Brandenburg

2.461.577

117.325

4,8

Bremen

2.450.734

106.482

4,3

Hamburg

2.439.126

94.874

3,9

Schleswig-Holstein

2.426.849

82.597

3,4

Mecklenburg-Vorpommern

2.410.034

65.783

2,7

Bayern

2.356.537

12.285

0,5

Baden-Württemberg

2.276.951

-67.301

-3,0

Niedersachsen

2.258.460

-85.792

-3,8

Nordrhein-Westfalen

2.214.847

-129.405

-5,8

Sachsen-Anhalt

2.214.273

-129.979

-5,9

Hessen

2.204.461

-139.791

-6,3

Rheinland-Pfalz

2.201.011

-143.241

-6,5

Saarland

2.101.085

-243.167

-11,6

Durchschnitt

2.344.252

 

 


*Unterstellt werden ein Berufseinstieg mit 27 Jahren und eine 40-jährige, ununterbrochene Berufstätigkeit. Die Besoldung erfolgt in allen Bundesländern nach A12 oder A13 (die Eingruppierung in die Besoldungsstufe A13 sind bereits vollzogen oder beruhen auf den Ankündigungen der jeweiligen Landesregierungen), es wird mit einem Stufenaufstieg gemäß der jeweiligen Aufstiegsintervalle gerechnet. Bei Niedersachsen ist die monatliche Zulage von 98,63 Euro berücksichtigt.
 

Quellen

www.oeffentlicher-dienst.info

eigene Berechnungen

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Aktuelles
news-262 Tue, 11 Jan 2022 14:49:46 +0100 Massive Auswirkungen der Omikron-Variante auf den Schulbetrieb zu befürchten https://gew-buedingen.de/home/details/massive-auswirkungen-der-omikron-variante-auf-den-schulbetrieb-zu-befuerchten Anpassungen der Curricula und der Abschlussprüfungen gefordert 6. Januar 2022 Pressemitteilung Wie Kultusminister Lorz bereits im Dezember angekündigt hat, soll der Schulbetrieb ab dem 10. Januar in Präsenz mit den verstärkten Schutzmaßnahmen, die bereits vor den Ferien galten, wiederaufgenommen werden. Diese Planung wurde durch den jüngsten Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 5. Januar bestätigt.

 

Die GEW Hessen rechnet mit massiven Einschränkungen des Schulbetriebs vor allem in den nächsten Wochen und im weiteren Verlauf des Schuljahrs. Der Vorsitzende der GEW Hessen, Thilo Hartmann, äußerte sich dazu wie folgt: „Es ist inzwischen nahezu gesellschaftlicher Konsens, dass dem möglichst langen Offenhalten von Bildungseinrichtungen in der Pandemie höchste Priorität zukommen soll. Aber mit der Ausbreitung der Omikron-Variante verschärft sich der schmale Grad zwischen Recht auf Bildung und dem Gesundheitsschutz der Beteiligten. In Hessen sind Kitas, Schulen und Hochschulen noch immer nicht pandemiefest aufgestellt.“

 

Nach wie vor fehlt eine einheitliche Teststrategie für die frühkindliche Bildung. Heike Ackermann, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen, forderte daher erneut ein landesweites Konzept für die Kindertagesstätten ein: „Inzwischen sind Kinder im Kita-Alter die einzige Altersgruppe, für die keinerlei Schutz durch eine Impfung möglich ist. Umso wichtiger wäre ein landesweites verbindliches Testkonzept anhand von kindgerechten Lolli-Tests. Das bestehende Durcheinander mit unterschiedlichen oder gar keinen Teststrategien, je nach Kommune und in Abhängigkeit von dem jeweiligen Träger der Einrichtung, wird der aktuellen Lage nicht gerecht.“ Dies gelte insbesondere für Kitakinder und deren Familienangehörige sowie für die Erzieherinnen und Erzieher, die einer Risikogruppe angehören.

 

Auch im Schulbereich sind die Probleme weiterhin groß. So sind noch immer zahlreiche Klassenräume nicht mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet. Die Impfkampagne für Kinder unter zwölf Jahren ist gerade erst angelaufen, die Zahl der so geschützten Kinder daher noch sehr gering. Mit einem Blick in die europäischen Nachbarländer befürchtet Thilo Hartmann, dass „wir angesichts der Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante mit massiven Auswirkungen auf den Schulbetrieb rechnen müssen. Diese werden von immer mehr krankheits- oder quarantänebedingt fehlenden Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern bis hin zur vollständigen Schließung von zumindest einzelnen Schulen reichen. Es braucht dazu klare Rahmenbedingungen von Kultusministerium, die aber nicht dazu führen, dass Schulen, Lehrkräfte und Eltern mit möglichen Unterrichtsausfall, Distanz- oder Wechselunterricht allein gelassen werden.“

 

Trotz landesweitem Präsenzunterricht hat die Pandemie den Schulbetrieb faktisch bereits seit dem vergangenen Herbst erheblich beeinträchtigt. So hat sich in Hessen im Dezember durchgehend eine Zahl von 4.000 bis 5.000 Schülerinnen und Schülern sowie von rund 300 Lehrkräften in einer vom Gesundheitsamt angeordneten Absonderung befunden.

 

Nicht zuletzt bei den nun vor dem Abschluss stehenden Jahrgängen hat sich im Verlauf der vergangenen zwei Jahre zumeist ein erhebliches Maß an pandemiebedingtem Unterrichtsausfall angesammelt. Daher sind mehr noch als bei den beiden vorangegangenen Abschlussjahrgängen, die bereits unter Pandemiebedingungen stattfanden, entsprechende Erleichterungen und Anpassungen der Abschlussprüfungen erforderlich. Die GEW Hessen vermisst bislang eine verbindliche Aussage seitens des Kultusministeriums, ob und wenn ja in welcher Form die besonderen Rahmenbedingungen bei den 2022 anstehenden Abschlussprüfungen berücksichtigt werden sollen.

 

Thilo Hartmann erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass von der Aufrechterhaltung der curricularen Standards und der zentralen Abschlussprüfungen ein erheblicher Druck auf alle an Schule Beteiligten ausgeht: „Wir sollten uns im Unterricht in der gegenwärtigen Situation auf die wichtigsten fachlichen Inhalte einerseits und auf die psychische Gesundheit und das soziale Miteinander andererseits konzentrieren. Nicht jedem Detail eines jeden Kerncurriculums muss in der größten globalen Gesundheitskrise der vergangenen hundert Jahre die gewohnte Bedeutung zugemessen werden. Mehr Zeit für das Wesentliche wäre der Bildung zuträglicher als die von der Landesregierung noch immer aufrechterhaltene Illusion eines schulischen Normalbetriebs.“

Foto: canva.com

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Aktuelles
news-261 Tue, 11 Jan 2022 14:47:55 +0100 Schulferien in Hessen https://gew-buedingen.de/home/details/schulferien-in-hessen Wo ist die zweite Woche der Herbstferien geblieben? HLZ 1-2/2022: Demokratie und Menschenrechte Der Jahresbeginn ist oft auch die Zeit der Urlaubsplanung für das neue Jahr – auch wenn die angesichts der Corona-Pandemie unsicherer ist denn je. Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte im Schuldienst, die ihren Urlaub in der unterrichtsfreien Zeit nehmen müssen, und die Eltern von schulpflichtigen Kindern werfen dann einen Blick in den Ferienkalender.

In den Jahren 2022 und 2023 fallen die hessischen Ferientermine erst einmal ungewöhnlich aus: Die zweiwöchigen Osterferien 2022 liegen angesichts der eher späten Osterfeiertage Mitte April, die Sommerferien beginnen zur letzten Juliwoche. Das neue Schuljahr beginnt somit erst Anfang September. Die Herbstferien liegen Ende Oktober und sind im Unterschied zu den vergangenen Jahren nur eine Woche lang. Die Weihnachtsferien beginnen dann am 22. Dezember und enden am 7. Januar.

Auch 2023 liegen die Sommerferien ähnlich spät wie in diesem Jahr, die Herbstferien sind ebenfalls nur eine Woche lang. Die Osterferien dauern drei Wochen von Anfang April bis in die dritte Aprilwoche. Ungünstig sind diese Ferientermine insbesondere für diejenigen, die in den Winterferien gerne Skiurlaub machen: Die traditionell längeren hessischen Weihnachtsferien, die mit der „Hessenwoche“ zumeist deutlich in den Januar hineinreichen, enden 2022 und 2023 ungewöhnlich früh. Die bei Skiurlaub übliche Anreise an einem Samstag müsste bei einem einwöchigen Aufenthalt auch in den Winterferien 2023/2024 vor dem Neujahrstag erfolgen, so dass sie noch in die Hauptsaison zwischen Weihnachten und Neujahr fällt. Spätere Winterferien im Februar oder März gibt es in Hessen bekanntlich nicht. Ungünstig sind des Weiteren die nur eine Woche langen Herbstferien 2022 und 2023, in denen ein längerer Herbsturlaub somit nicht möglich ist. Zudem ist die Gesamtzahl der Ferientage im Kalenderjahr 2022 geringer als in anderen Jahren, die insgesamt zur Erholung zur Verfügung stehende Zeit fällt somit knapper aus.
Angesichts der geringen Zahl an Ferientagen 2022 stellt sich die Frage, ob die Ferienplanung so überhaupt in Ordnung ist.

Das Hamburger Abkommen
Mit dem „Hamburger Abkommen“ wurde 1964 unter anderem für alle Bundesländer einheitlich eine Feriendauer von 75 Werktagen pro Schuljahr festgelegt. Der Samstag wird dabei mitgezählt, gesetzliche Feiertage hingegen nicht. Die Ferienplanung soll in erster Linie nach pädagogischen Gesichtspunkten erfolgen, die Sommerferien in dem Zeitfenster vom 1. Juli bis zum 10. September liegen. Die regionale Staffelung der Sommerferien ist seit mehreren Jahren politisch umstritten, da Bayern und Baden-Württemberg traditionell den spätesten Termin für sich beanspruchen. Dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder zufolge hat man in Bayern inzwischen einen „Biorhythmus mit den Ferien“, daher wolle er die späten Sommerferien behalten.

Hessen hingegen beteiligt sich gemeinsam mit allen anderen Bundesländern an dem rollierenden System der Kultusministerkonferenz (KMK) und befindet sich gemeinsam mit Rheinland-Pfalz und dem Saarland in Gruppe IV. Die Sommerferien dieser drei Bundesländer liegen also immer gleich. Im Rahmen der langfristigen Sommerferienreglung von 2018 bis 2024 entfallen in den Jahren 2022 und 2023 die spätesten Sommerferientermine – mit der üblichen Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg – auf die Ländergruppe IV, somit auch auf Hessen. Über Anfang und Ende der anderen Ferien entscheiden die Bundesländer jeweils für sich, die Lage der Sommerferien und der gesetzlichen Feiertage spielt dabei selbstverständlich eine Rolle.

Dabei ist zu bedenken, dass sich die Summe von 75 Ferientagen auf das Schuljahr bezieht, nicht auf das Kalenderjahr. Der geringeren Zahl an Ferientagen 2022 steht also eine höhere Zahl im vorangegangenen und im folgenden Jahr gegenüber, dann auch in Form von drei Wochen Osterferien. Des Weiteren liegen 2022 wie bereits 2021 relativ viele Feiertage an einem Wochenende, wodurch sich die Gesamtzahl der unterrichtsfreien Tage zusätzlich reduziert. So fielen 2021 der 3. Oktober und der 2. Weihnachtsfeiertag auf einen Sonntag, 2022 gilt das für den Tag der Arbeit und den 1. Weihnachtsfeiertag. Für die nur einwöchigen Herbstferien 2022 und 2023 spricht angesichts der späten Sommerferien der pädagogische Grund, dass bei zweiwöchigen Herbstferien die Zahl der Unterrichtstage im ersten Schulhalbjahr sehr gering wäre.

Wenn die beweglichen Ferientage mitgezählt werden, erreicht Hessen in jedem Schuljahr die 75 Ferientage nach dem Hamburger Abkommen. In Abhängigkeit von den jeweiligen Präferenzen können die Ferientermine jedoch insbesondere in diesem und dem kommenden Jahr die Urlaubsplanung beeinträchtigen. Die späten Sommerferientermine ermöglichen den Hessinnen und Hessen allerdings ausnahmsweise einen späten Sommerurlaub außerhalb der Hauptsaison mit niedrigeren Preisen und weniger vollen Destinationen. Wer ausgedehnten Wintersport schätzt, muss auf die Weihnachtsferien 2023/2024 warten: Der erste Schultag 2024 ist Montag, der 15. Januar.

Die aktuelle Ferienplanung der KMK endet derzeit noch im Sommer 2024. Der Dauerstreit zwischen den Ländern sollte in der Sitzung der KMK im Dezember 2021 beigelegt werden.

Roman George

Foto: Scott Webb, www.unsplash.com

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news-259 Thu, 04 Nov 2021 19:29:45 +0100 Generationenwechsel und Verabschiedung im GEW Kreisvorstand Büdingen https://gew-buedingen.de/home/details/generationenwechsel-und-verabschiedung-im-gew-kreisvorstand-buedingen Mit der Verabschiedung von Michael Siebert (im Bild rechts) aus dem GEW Kreisvorsitzenden-Team begann die Mitgliederversammlung des GEW Kreisverbandes Büdingen. Seine beiden Co-Vorsitzenden Heidi Wallenfels (2. von links) und Ingrid Haesler (4. von links) dankten Siebert für seine engagierte Arbeit, besonders im Bereich Förderschulen. Siebert gehörte dem Team seit 2008 an. Zuletzt war er auch als Vorsitzender des Gesamtwahlvorstandes Wetteraukreis und Hochtaunuskreis tätig.
Der Generationenwechsel wurde mit der Wahl von Anika Wagner (3. von links), Lehrerin an der Otto-Dönges-Schule Nidda, in das Vorsitzenden-Team eingeleitet.

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Aktuelles
news-257 Fri, 15 Oct 2021 10:46:30 +0200 Fahrrad-Demo nach Dietzenbach https://gew-buedingen.de/home/details/fahrrad-demo-nach-dietzenbach Unterstützung der Forderungen zur Tarifverhandlung für Landesbeschäftigte 2021 Die Fahrrad-Demo der GEW Hessen fand unter dem Motto „Radeln für mehr Wertschätzung“ statt. Die Kolleginnen und Kollegen sind gut gelaunt von der Alten Oper in Frankfurt, über Offenbach, nach Dietzenbach geradelt. Begleitet wurden wir von unseren Kollegen und Kolleginnen der Polizei, die uns auf unserem Weg begleitet haben. Vielen Dank dafür! In Dietzenbach angekommen, wurden sie lautstark begrüßt. Vor dem Tagungsort, dem Sonnenhof in Dietzenbach, warteten wir auf den Innenminister Peter Beuth. Sie standen laut und kämpferisch für die Forderungen der GEW Hessen ein. Nun liegt es an den Verhandlungsführer:innen ein gutes Tarifergebnis für die Landesbeschäftigten in Hessen auszuhandeln.

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